Achtsame Spitze

Heute hab ich ACHTSAMKEIT gegoogelt.  Kaum eine halbe Minute später wurden mir achtmillionenzweihundertzwanzigtausend Treffer angezeigt. Wow! Atemberaubend! Das nenn ich mal eine Karriere. Als ich mich für die  Achtsamkeit zu begeistern begann, wussten viele Menschen nichts mit dem Begriff  anzufangen. Auch ich verwechselte ihn zu Anfang häufig mit Aufmerksamkeit. Auch wenn ich so falsch nicht lag, heute ist Achtsamkeit unzweifelhaft in der Mitte unseres Lebens angekommen – zumindest als Begriff. Befreit von allem anfänglichen `Esoterikverdacht´ konnte er sich wissenschaftlich etablieren, was nicht unwesentlich zu seinem Erfolg beiträgt. Und Achtsamkeit ist in aller Munde,  auch dem der Bundeskanzlerin Ende Mai diesen Jahres. Im Zusammenhang mit Covid 19 empfahl uns Angela Merkel, wir müssen alle `sehr sorgsam und achtsam sein´. Das `müssen´ tausch ich gerne gegen ein `dürfen´. Darüber hinaus geb ich ihr Recht, weit über die Pandemie hinaus.

Damit hat Achtsamkeit alles, was es braucht, um zum Wort des Jahres gekürt zu werden. Verwunderlich, dass dies bisher nicht geschehen ist.